Landesklasse Weser-Ems Süd Männer

SFN Vechta – HSG Grönegau-Melle 26:25 (12:10)

Am Samstagabend mussten die Tiger zum Saisonstart bei der SFN Vechta antreten. Im Gegensatz zu weiten Teilen der Vorbereitung, in welcher die Mannschaft von Verletzungen verschont blieb, fielen zum Saisonstart neben Christian Möller (Dienst) auch noch Jannik Lampen und Mattis Krystosek kurzfristig krankheits- bzw. verletzungsbedingt aus. Auch das Trainerteam war nicht komplett, da Mike Bordihn und Marco Lietmann aufgrund privater Verpflichtungen fehlten.

 

Trotzdem traten die Meller die Auswärtsfahrt aufgrund des breiten Kaders mit 12 Spielern an. „Leider zeigte sich schon beim Warmmachen, dass die Mannschaft aus unerklärlichen Gründen nicht voll bei der Sache war“, merkte HSG-Coach Lührmann nach dem Spiel an.

Die Partie selbst begann sehr verhalten und wurde geprägt von gegenseitigem Abtasten der Kontrahenten. Trotz einer frühen Zeitstrafe gegen die Meller erzielten diese nach mehr als vier Minuten das erste Tor. In den folgenden Minuten gelang es den Mellern immer wieder die Führung zu übernehmen, sie konnten sich aber nie mehr als 1-2 Tore absetzen. Nach etwa einer Viertelstunde kam dann ein Bruch in das Spiel der Tiger und die Mannschaft aus Vechta, welche mit Beginn dieser Saison aus der Nord- in die Südstaffel der Landesklasse wechselte, übernahm die Initiative. Die Hausherren fanden nun immer leichter Lücken in der Meller Abwehr, „da hat uns zunehmend die Abstimmung und der Einsatz hinten drin gefehlt“, wie Lührmann festhielt. In der 18. Minute konnten die Mannen der SFN den Spielstand zum 8:8 egalisieren und in der Folgezeit mit 2-3 Toren in Front gehen. Der HSG gelang auch im Angriff in dieser Phase immer weniger, da der Ball ohne Druck vor der Abwehr hin und her gespielt wurde, ohne dabei Zug zum Tor zu entwickeln. Beim Stand von 12:10 zur Pause wurden schließlich die Seiten gewechselt und Trainer Frank Lührmann mahnte in der Pausenansprache die mangelnde Einstellung an, zeigte die Fehler auf, damit diese nach der Pause abgestellt werden konnten.

Leider wurden auch in der zweiten Halbzeit die guten Vorsätze nur teilweise umgesetzt. Zwar nahmen die Meller nun den Kampf an und die Einstellung zum Spiel wurde sehr viel besser, aber in der konkreten Umsetzung blieb noch Vieles verbesserungswürdig. So stabilisierte sich mehr und mehr die Deckungsarbeit mit zunehmender Spieldauer, aber immer wieder gelang es dem Gegner einen individuellen Fehler für einen Torerfolg zu nutzen. Auch das Angriffsspiel wurde wieder gefährlicher, jedoch wurden oftmals gut heraus gespielte Torchancen aufgrund unkonzentrierter Würfe nicht genutzt. So blieben die Meller stets dran und egalisierten den Spielstand einige Male. Wenn aber die Möglichkeit bestand die Führung zu übernehmen, „haben wir uns die Chance jedes Mal durch einen Fehlwurf bzw. individuellen Fehler selbst genommen“, haderte Lührmann mit der Anfälligkeit seines Teams.

In den letzten 10-12 Minuten stellte der Trainer die Deckungsformation auf eine offensive 3:2:1-Variante um, welche beim Gegner auch Wirkung zeigte. Die Hausherren, bei denen nun auch die Kräfte nachließen, taten sich daher sehr schwer ein druckvolles Angriffsspiel aufzuziehen. Leider konnten die Anspiele auf den körperlich sehr starken Kreisläufer nicht immer unterbunden werden, wodurch die Gastgeber dann doch wieder Torerfolge verbuchen konnten. Letztlich gewann die Mannschaft aus dem Oldenburger Münsterland das Spiel nicht unverdient mit 26:25.

„Wir müssen für uns festhalten, dass man ohne absoluten Einsatz und volle Konzentration jedes Spiel leicht verlieren kann. Die hohe Anzahl von 19 Fehlwürfen und vielen individuellen Fehlern dokumentiert unser Manko in diesem Spiel“, lautete das Fazit von Lührmann. Dieses Manko und die in weiten Teilen des Spiels vorherrschende mangelnde Einstellung gilt es in den nächsten Trainingseinheiten abzustellen.

Für die HSG spielten:

Carsten Placke (TW), Ole Meier im Kruge (TW), Matheo Raude (3), Torben Bode (6), Christian Spellmann (6), Jan Möllers (1), Thomas Allerdissen (1), Nico Lindenthal (5), Jan Springhetti (1), Florian Bößmann, Linus Poerschke, Felix Bock (2).

Quelle: Frank Lührmann

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