Landesklasse Weser-Ems Süd Frauen

HSG Grönegau-Melle - HSG Barnstorf/Diepholz 31:27 (14:12)

Im ersten Spiel der Rückrunde gastierten die Damen der HSG Barnstorf/Diepholz in der Neuenkirchener Sporthalle. Mit lediglich einer Saisonniederlage steht die Mannschaft um Trainer Bernd Öhlmann derzeit nicht unverdient auf dem 2. Platz. Aufgrund dessen und der hohen Niederlage der Tigerenten aus dem Hinspiel (20:36) gingen die Gäste definitiv als Favoriten in die Partie. Doch das Spiel sollte anders laufen.

 

„Die umgekehrte Psychologie hat heute tatsächlich mal funktioniert“, kommentierte Anna-Maria Dieckmann strahlend nach dem Abpfiff. „Wir hatten nichts zu verlieren, 99% der Leute, die an diesem Tag in der Halle waren, haben sowieso gedacht, dass wir verlieren“, so Dieckmann. Somit konnten die Damen der HSG Grönegau-Melle ganz entspannt aufspielen. Man wollte sich lediglich nicht wieder so „überrennen lassen“ wie noch im Hinspiel. „Mit Tempospiel können wir hier nichts gewinnen, schnelles Rückzugsverhalten und ruhiges Spiel vorne“, war die deutliche Ansage des Trainerteams.

Die Anfangssieben startete direkt konzentriert in der Abwehr und auch von der Bank und der Tribüne kam große Unterstützung. Jede erfolgreiche Abwehraktion und jedes Tor wurde lautstark bejubelt. „Dann ist man gleich anders dabei, wenn alle so mitziehen“, freute sich Linksaußen Marie-Luise Rackmann über die gute Stimmung an diesem Tag. Melle führte schon mit 3:0, ehe die Gäste durch Kreisläuferin Laura Scheper das erste Mal einnetzen konnten. Es entwickelte sich eine offene erste Halbzeit, in der die Heimladies fast durchgehend die Nase leicht vorne hatten. Und mit dem Halbzeitpfiff verwandelte Anna-Maria Dieckmann dann noch einen Strafwurf, so dass es mit einer 14:12 Führung in die Halbzeitpause ging.

Natürlich war die Freude groß, doch es standen immer noch 30 zu spielende Minuten bevor und alle befürchteten einen Einbruch in der zweiten Hälfte. Der blieb jedoch zum Glück aus. Mit dem Wiederanpfiff schienen die Barnstorferinnen noch nicht wieder so ganz auf dem Feld zu sein. Melle nutze jede sich bietende Lücke und konnte sich bis zur 39. Minute auf 20:14 absetzen. Die Gäste hielten zwar gut dagegen, doch die Tigerenten waren an diesem Tag einfach zu stark und hatten auch das ein oder andere Mal das Glück auf ihrer Seite. In der 50. Minute hatten man sogar einen 8-Tore Vorsprung herausgespielt (28:20), ehe langsam die Kräfte nachließen und Diepholz durch einige schnelle Einzelaktionen das Ergebnis noch auf 31:27 korrigieren konnte.

„Diepholz hat mit Sicherheit nicht die beste Leistung abrufen können, dennoch haben wir stark gespielt. Wir haben im Angriff Ruhe bewahrt und hatten somit Luft für das schnelle Rückzugsverhalten“, gab Trainer René Trinogga zu Protokoll. „Unsere Kreisläuferinnen waren heute super. Außerdem habe wir immer die besser positionierte Mitspielerin gesehen und dann die Torchancen auch besser genutzt“, freute sich Trinogga über die wichtigen Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.

Für Melle mit dabei: René Trinogga und Felix Bock auf der Bank, Kim Meike Rosendahl und Alisa Hoffmann im Tor, Marie-Luise Rackmann (3), Carina Heidenescher (3), Michaela Lange (2), Carolin Oberhaus (5), Julia Höpfner (1), Yvonne Heggemann, Judith Wallis, Annika Ruwe, Saskia Lührmann, Anna-Maria Dieckmann (11/9), Melanie Hagemann (5) und Maja Buermann (1).

Quelle: Anna-Maria Dieckmann

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