Oberliga West MJC

JSG Wilhelmshaven – HSG Grönegau-Melle 29:19 (12:12)

Nach dem Spiel in Wilhelmshaven war HSG-Coach Bernd Riemann schon ein bisschen ratlos. „Nicht, dass wir eine Niederlage nicht eingeplant hätten, jedoch wie sie zu Stande gekommen ist, ist in Teilen unerklärlich“, so Riemann im Nachgang.

 

Seine Jungs konnten gegen den Tabellenzweiten frei aufspielen, und das taten sie in der ersten Hälfte auch hervorragend. Im Angriff waren die Grönegauer zwar ab und zu etwas behäbig, konnten sich aber immer wieder auch im Spiel Eins gegen Eins gut durchsetzen. Der Schlüssel zum Erfolg war allerdings die Abwehr, welche den Angriff der Gastgeber nicht so zur Entfaltung kommen ließ, wie er es sich sicher gerne gewünscht hätte. Der Trainer der Jadestädter nahm früh seine Auszeit, um seine Spieler die vermeintlich richtige Richtung zu zeigen. Doch das brachte noch nicht den gewünschten Erfolg, da die Meller ordentlich dagegen hielten. Zweimal konnten sie sich die Meller auf zwei Tore absetzen (5:7, 8:10), verpassten es aber den Vorsprung zu halten, bzw. auszubauen. So ging man mit einem 12:12-Unentschieden in die Pause.

Die HSG-Trainer Riemann und Lindenthal fanden für die Meller Akteure in der Pausenbesprechung viel lobende Worte und forderten das gleiche Engagement auch für den zweiten Abschnitt ein, dann wäre durchaus eine Überraschung möglich. Doch leider war die zweite Spielhälfte aus Meller Sicht der krasse Gegensatz. Wie abgeschnitten lief nichts mehr zusammen. Über 15:14 erhöhte der Gastgeber auf 22:14 und das Spiel war entschieden. „Das erinnerte zuweilen schon an das Spiel unserer Männer bei der EM in Kroatien im Spiel gegen Spanien; ein totaler Blackout“, berichtete Riemann. „Im Angriff gab es überhastete Einzelaktionen und leichte Ballverluste, und in der Abwehr agierten wir nicht mehr als Verbund. Selbst meine Jungs hatten nach dem Spiel keine Erklärung parat für diesen Einbruch“, so Riemann weiter. „Auch aus so einem Spiel können unsere Jungs viel lernen kann. Eine solche Niederlage ist nicht schön, aber auch nicht tragisch, wenn man die richtigen Schlüsse daraus zieht.“ Und mit einem Augenzwinkern ergänzte Riemann noch „Wenn Handball im Fernsehen übertragen wird, sollen sich die Jungs das auch ansehen, nur müssen sie ja nicht alles kopieren.“

Die Meller spielten mit: Jonas Schröder (TW), Benjamin Zuijdgeest (TW), Goswin Poerschke, Enno Zurmühlen, Gero Weymann, Luca Lührmann, Torge Teders, Leon Kreft, Luca Tatar, Jendrik Röfer, Noel Rolf, Jannes Haferkamp, Sebastian Weymann.

Quelle: Bernd Riemann

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