Regionsklasse Männer

HSG Osnabrück IV – HSG Grönegau-Melle IV 23:34 (10:13)

Gleich zwei Spiele an einem Wochenende musste unsere Vierte hinter sich bringen. Dazu ging es Freitagabend nach Osnabrück, um die erste Begegnung hinter sich zu bringen. Bereits im Vorfeld war den Meller Akteuren bewusst, dass sie vermutlich auf eine sehr junge Truppe treffen würden und man deswegen mit hohem Tempo und viel Bewegung zu rechnen hatte.

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Björn Matenaar und die "Vierte" setzen sich auch im Rückspiel gegen Osnabrück klar durch.

(Archivfoto/Hinspiel: Rolf Dieckhöner)

So sollte es auch sein. Die im Schnitt mindestens 15 Jahre jüngere Truppe (nur zwei Spieler, die vor dem Jahrtausendwechsel geboren wurden) des Gastgebers zeigte bereits ab der ersten Sekunde Selbstvertrauen und versuchte sich mit der ersten Aktion, einem Kempa-Trick, Respekt zu verschaffen. Der Abschluss landete zwar nicht im Tor, verfehlte ihre Wirkung dennoch nicht. Spätestens jetzt wusste jeder, dass dieses Spiel nicht auf die leichte Schulter zu nehmen ist und man nahm dementsprechend den Kampf an. Bis zur 10. Minute gestaltete sich das Spiel ausgeglichen, bevor die Mannschaft um Mittelmann Henrik Bolte sich einen leichten Vorteil in Form von sechs Toren Vorsprung erspielen konnte. Das dieser Abstand noch keine Vorentscheidung war zeigte sich im letzten Drittel der ersten Halbzeit als sich die Osnabrücker zu einer offensiven 3-2-1 Deckung umformierten und die Grönegauer damit vor eine Herausforderung stellten. Die Hausherren schafften es ihre Gäste etwas aus dem Konzept zu bringen und so gelang es ihnen bis zur Halbzeit auf drei Tore Abstand zu verkürzen.

Mit dem übriggebliebenen 3-Tore-Polster ging es dann in die Kabine und man überlegte gemeinsam wie man die offene Deckung überwindet. Mittelmann Bolte gab dazu folgende Vorgabe: „Wir lassen die Kreuzbewegungen weg! Jeder sorgt dafür, dass er anspielbar ist und dann arbeiten wir mit Einläufern und Auflösen“, so sein Ansatz. „Männer, die sind alle noch richtig jung, je länger wir den Ball halten und spielen umso nervöser werden die. Und dann kommen die Deckungsfehler. Dann sind wir da und netzen die Kirsche ein!“ unterstütze Rechtsaußen Daniel Hoffmann die Vorgabe und versuchte seine Mannschaft zu motivieren.

Wie erwartet hielten die Osnabrücker die Deckungsformation aufrecht, aber der Meller Plan ging auf. Ruhig und besonnen spielte man den Schuh runter und durch individuelle Deckungsfehler gelang es die Osnabrücker Deckung immer wieder zu überwinden. Als der Gastgeber erkannte, dass das Momentum verpuffte, wurde wieder auf eine 6-0 Deckung umgestellt. Im Gegenzug schlug die Stunde der Kombination Bolte-Bextermöller, die dann voll aufdrehte (trotz Harzmangel). Mit ihren gemeinsam erzielten 13 Toren machten sie bei dieser Partie eindeutig den Unterschied. Von da an begannen die Meller den Vorsprung kontinuierlich auszubauen, bis dann Tobias Wittler in der 59. Minute den 34. und damit den letzten Treffer für die Grönegauer setzte.

Tobias ist es auch, der zum Spieler des Tages gekrönt wurde. So hatte er doch für den Fall, dass Tino Topheide als MV auf der Platte stands jemanden besorgt der das Kommando auf der Bank übernahm. Dementsprechend debütierte seine Tochter Kim fehlerfrei auf der HSG-Bank und kann sich genauso über diesen Sieg freuen.

Spielfilm 0:1, 3:3, 5:7, 6:12, 10:13 (HZ) 13:18, 16:20, 20:28, 23:34 (Ende)

Aufstellung: Florian Kienker (TW), Daniel Hoffmann (4), Marco Klocke (2), Thomas Allerdissen (2), Tobias Wittler (2), Dennis Woitowitz (2), Alexander Buß (1), Jonas Bextermöller (6), Philipp Abing (3), Tino Topheide (MV, 1), Björn Matenaar (4), Henrik Bolte (7) und Kim (MV) auf der Bank.

Quelle: Daniel Hoffmann

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